Sing doch mit…

Proben immer mittwochs im „Deutschen Haus“, Wilkestraße 43, Belecke

  • ab 19.15 Uhr Projektchor
  • ab 20.15 Uhr Gesamtchor

„Neu-Einsteiger“ sind in beiden Chören herzlich willkommen.

“Wenn nicht jetzt, wann dann?” Belecker Männerchor feiert 160-jähriges Jubiläum.

Bericht des Soester Anzeigers / Hannah Löseke von der Jahres-Hauptversammlung des Belecker-Männerchores am 11.01.2020

Belecke – „Wenn nicht jetzt, wann dann? Wenn nicht hier, sag mir wo und wann. Wenn nicht du, wer sonst? Es wird Zeit, nimm dein Glück selbst in die Hand.“ – Ganz in­brünstig schmetterten die Herren des Belecker Männer­chores Pankratius ihr Motto­lied fürs Jubiläumsjahr durch den Saal im Deutschen Haus – und mit jeder Menge Spaß dabei. Den Spaß am Singen rüberzubringen, das haben sie sich dieses Jahr ganz fest vorgenommen. Und zum Hö­hepunkt ihrer Jahreshaupt­versammlung haben sie schon jetzt gezeigt, wie’s geht.

„Das wird ein richtig geiles Jahr!“, sagte Dirigent Martin Krömer vorher. Schließlich steht 2020 ganz im Zeichen des 160. Geburtstages des Chores: Mit einer Jubiläums­feier zum Patronatsfest, gleich zwei Konzerten und ei­nigen geselligen Terminen feiern sie das.

Los geht’s am 21. März mit dem Konzert des Projektchores, der „Irish Folk Night“ in der Neuen Aula. Unterstützung bekommt der Projektchor dabei von der Lippstädter Band „Connemara“, die, betonte Krömer, „so viel Esprit und Spaß am Musikmachen“ versprühe, dass man sich di­rekt Karten sichern müsse, sobald sie herauskommen. Der Projektchor hat derweil nicht nur etliche irische Volkslieder im Gepäck, sondern auch ein bisschen was aus dem Repertoire und ein paar neue Stücke. Dabei wird das kein Konzert im klassischen Sinne mit Konzertbestuhlung, es sollen nämlich Tische gestellt werden und zur Musik gibt’s irisches Bier sowie eine Whisky-Verkostung.

Beim „Wenn nicht jetzt, wann dann“ – Konzert am 7. November singt dann nicht nur der Projekt-, sondern auch der große Chor. Zwölf Stücke üben sie dafür schon ganz fleißig – aus Musicals, von den Puhdys und von Karat, von den Höhnern und ein paar humorvolle Lieder. Be­gleitet werden sie von Schü­lern oder Lehrern der Musik­schule. „Ich freue mich rie­sig“, sagte Krömer.

Der große Jubiläumsemp­fang mit Partnerinnen, Passi­ven, Angehörigen, dem ge­mischten Chor, Belecker Ver­einsvorständen und den Vor­ständen befreundeter Chöre ist für den 16. Mai angesetzt. Nach der Pankratiusmesse, die sie mitgestalten, geht es in die Aula. Da hat dann auch der „Belecker Knabenchor“ seinen ersten Auftritt: Unter der Leitung von Clarissa Gosselke haben sich einige Söh­ne und Enkel der Chormit­glieder zusammengetan, um ihren Vätern ein Ständchen zu bringen, erklärte Vorsit­zender Rolf Jesse.

Im Sommer soll es außer­dem einen geselligen Open-Air-Mitsingabend am Kaiser-Heinrich-Bad oder Belecker Mühle geben. Unter dem Motto „Und die Chöre sing’n für dich“ gibt’s dann, wie bei Fußball-Pokalturnieren, einen Sängerwettstreit, bei dem möglichst viele Belecker Vereine und Gruppie­rungen gegeneinander antre­ten. „Nur ohne Sportverletzungen“, sagte Jesse lachend. Begleitet werden sie von der Halli-Galli-Band und bewertet von einer „fachlichen und unbestechlichen Expertenju­ry“, so der Vorsitzende.

Dafür ist allerdings noch kein Termin klar. Wohl aber für den geselligen Männerchorabend, zu dem die Belecker die Männerchöre unter der Leitung Krömers aus dem Stadtgebiet und den aus Soest einladen. Dafür hat sich Krömer überlegt, dass sich jeder Chor 15 bis 20 Minuten mög­lichst humorvoll und origi­nell vorstellt und dann seine zwei Lieblingshits zum Bes­ten gibt.

Der Vorstand des Belecker Männerchores Pankratius 1860 freut sich mit den Sängern auf die Aktivitäten zum 160. Geburtstag in diesem Jahr. – Foto: Hannah Löseke

Zum Jahresabschluss laden die Chormitgliedern am 20. Dezember alle, die möchten, zum Mitsingen am Weih­nachtsbaum auf den Wilkeplatz ein. Abgerundet wird das mit einem geselligen Abend mit ihren Partnerinnen.

Neben ihren eigenen Ter­minen haben sie außerdem Auftritte beim Sturmtag, der zentralen Jubilarehrung des Sängerkreises Lippstadt in der Aula und beim Volkstrauertag.

Ganz schön viel zu tun also. Dabei möchten sie auch ein paar neue Mitglieder gewin­nen. Aber: „Nur wenn wir von dieser Sache überzeugt sind, können wir das dem Pu­blikum auch verkaufen“, be­tonte Krömer. „Der Spaß muss also sichtbar werden. In jedem Moment.“ Schließlich hat der Chor ein Durch­schnittsalter von 70,6 Jahren und arge Nachwuchssorgen. Und das, obwohl er mit zeit­gemäßer Literatur, wunder­baren Outfits und dem Ein­satz moderner Technik schon ganz gut aufgestellt ist, sagte Krömer. Er will das Potenzial des Chores nutzen, mehr Mundpropaganda machen und auch die leisen Stimmen mehr aus der Reserve locken.

Unterstützt wird er dabei vom Vorstand. Da bleibt übri­gens alles, wie es ist: Markus Berghoff ist auch in den nächsten drei Jahren stellver­tretender Vorsitzender und für Beisitzer Dr. Matthias Be­cher gab’s „vorzeitige Vertragsverlängerung“, damit die Wahlen wieder in den ge­wohnten Rhythmus kom­men, erklärte Jesse.

Weil dieses Jahr so viel an­steht, hat sich der Chor im letzten Jahr übrigens ganz be­wusst wenig vorgenommen: Auf ein eigenes Konzert ha­ben sie ganz verzichtet, öf­fentliche Auftritte gab’s bei der Pankratiusmesse, dem Sturmtag, einem Geburtstag und einer Beerdigung. „Wir haben uns zwar nicht viel präsentiert, aber wenn, dann war’s sehr gut“, lobte Diri­gent Krömer. Die Probenbeteiligung war außerdem so hoch wie noch nie.

Und dann war da noch die Fahrt nach Bonn. „Gelun­gen“, fand sie Vorsitzender Rolf Jesse, Hans-Jürgen „Hasi“ Raulf setzte aber noch einen drauf: In „Mein schönstes Fe­rienerlebnis“ – Manier hatte er einen „literarisch hochwerti­gen Aufsatz“, wie ihn Jesse nannte, geschrieben und be­richtete darin vom Busfahrer Peter, der Hermann Bertling zum „Reiseveranstaltungspräsidenten“ kürte („Das muss was ganz Besonderes sein, der Duden kannte das Wort auch nicht.“), Schwarzpinklern und kalten Pommes. Laute Lacher und kräftig Applaus erntete er da­für.

Josef Wüllner beim Chorausflug in Bonn zum Ehrenvorsitzenden ernannt

Den „Belecker Männerchor Pankratius 1860“, der im kommenden Jahr sein 160-jähriges Bestehen gebührend feiern wird, führte ein zweitägiger Ausflug am Wochenende in die ehemalige Bundeshauptstadt Bonn. Nach einer Frühstückspause in Schloss Burg an der Wupper, das als Wahrzeichen des Bergischen Landes gilt, ging es anschließend weiter nach Bonn. Bei einer zweistündigen Stadtrundfahrt durch Bonn und Bad Godesberg erhielten die Sänger mit ihren Frauen und einigen Gästen viele interessante Informationen zu den besonderen Sehenswürdigkeiten.  

Eine Überraschung für alle Mitreisenden hatte der Vorstand für den Abend parat. Kurz bevor das Abendessen im Bierhaus Machold serviert wurde, ernannte der Vorsitzende des Chores, Rolf Jesse, seinen Vorgänger Josef Wüllner zum Ehrenvorsitzenden des Chores. „Ich kann mich nur mit einem einzigen Wort bedanken: Danke“ sagte der sprachlose und sichtlich überraschte Wüllner, der in der Generalversammlung im Januar dieses Jahres nach 15 Jahren als Vorsitzender nicht mehr kandidierte hatte. Mit einem geselligen Beisammensein, bei dem natürlich der Gesang nicht zu kurz kam, klang der erste Tag eines tollen Wochenendes aus.

Sonntag stand dann der Besuch im Haus der Geschichte an. Nach einer Führung zu dem Thema der Dauerausstellung „Unsere Geschichte, Deutschland seit 1945“ ging es gegen Mittag wieder auf die Heimreise. Nach einer Kaffeepause enthielt die von Hermann Bertling vorbereitete Chorreise mit der Besichtigung des Altenberger Domes noch einen weiteren interessanten Programmpunkt.

Belecker Männerchor feiert Patronatsfest

Auszeichnung der Jubilare im Rahmen der Feierlichkeiten / Chorfahrt nach Bonn

Der Belecker Männerchor Pankratius 1860 feierte am Samstag, 11.05.2019 sein Patronatsfest. Zunächst wurde in der Propsteikirche die Vorabendmesse vom Chor mitgestaltet. Anschließend waren alle aktiven und passiven Sänger samt Partnerinnen ins Vereinslokal geladen. Dort wurde ausgiebig dem Namenstag des hl. Märtyrers Pankratius gedacht.  

Im Rahmen dieser Feier wurden 13 Mitglieder für ihre lange Treue zum Belecker Männerchor ausgezeichnet. Eine ausgesprochen seltene Urkunde konnte dabei der Ehrenchorleiter des Chores, Peter Wessel, entgegennehmen. Er trat bereits im Alter von 16 Jahren dem Chor bei und wurde jetzt für seine 70-jährige Treue zum Belecker Männerchor geehrt. Weitere Jubilare des Abends waren Hubert Heppe und Josef Willmes (60 Jahre), Friedbert Schlüter und Werner Simon (50 Jahre) sowie Paul Finger, Alois Hanses, Udo Roggenkamp, Eduard Schlüter und Alois Zaglauer (40 Jahre). Franz Willmann (65 Jahre), Hermann Kroll-Schlüter (50 Jahre) und Wilhelm Heuken (40 Jahre) konnten aus gesundheitlichen bzw. terminlichen Gründen nicht teilnehmen. Ihre Ehrungen werden zu gegebener Zeit nachgeholt.

Im Verlauf des Abends wurde die für September geplante Chorfahrt nach Bonn vorgestellt sowie erste Überlegungen zur Gestaltung des 160. Geburtstages des Chores im Jahr 2020 vorgetragen. Gesangseinlagen von Haupt- und Projektchor sorgten für eine kurzweilige, bis tief in die Nacht dauernde Feier der Sänger und ihrer Gäste.

Belecker Männerchor mit neuen Vorstand:

Mitgliederversammlung am 04.01.2019

Bilder und Text: Gabriele Schmitz für den Soester Anzeiger

Projektchor umrahmt Buchvorstellung “Uese Biäelske Platt” in der Neuen Aula

Foto: Michael Sprenger

Mit zwei Liedern aus seinem Repertoire umrahmte der Projektchor des Belecker Männerchor die Buchvorstellung “Uese Biäelske Platt”.

Hans-Jürgen Raulf erinnerte in seiner humorigen Anmoderation daran, dass sich schon die Beatles im Lied “Yesterday” Gedanken über die

Sprache ihrer Väter machten.

Extra für diesen Anlass studierten die Sänger des Projektchores ein Lied mit plattdeutschen Text von “Hasi” Raulf ein.

Der Chorsatz von “In einem kühlen Grunde” wurde, dank des neuen Textes, zu einer humorvollen Hommage an das alte “Müehlraa” von

Stüttings Mühle.

 

Belecker Männerchor versüßt mit „Kaffee- und Kuchenkonzert“ den Sonntagnachmittag

 

Preiselbeere und Pop? Schlagsahne und Schlager? Baiser und Ballade? Passt das zusammen? Das passt – weiß spätestens seit dem vergangenen Sonntag auch der Belecker Männerchor Pankratius 1860. Erstmals in ihrer fast 160-jährigen Vereinsgeschichte hatten die Sänger zu einem „Kaffee- und Kuchenkonzert“ eingeladen und versüßten ihren etwa 200 Gästen den Nachmittag.

Schier unerschöpflich erschien das Torten- und Kuchenbuffet, das die Besucher bereits vor den ersten musikalischen Klängen im Foyer der Aula erwartete. Die Mitglieder des Gemischten Chores halfen als Servierkräfte aus und verteilten stückweise die über 50 verschiedenen Köstlichkeiten. Ihnen galt ebenso der Dank des 1. Vorsitzenden Josef Wüllner wie den backfreudigen Ehefrauen der Hauptakteure.

Begrüßen konnte der Vorstand am Sonntagnachmittag auch Ehrendirigent Peter Wessel und Irmgard Eickhoff, stellvertretende Vorsitzende des Sängerkreises Lippstadt. „Stolz“ zeigten sich die Veranstalter mit Ioana Ionescu erneut eine hervorragende Begleitung am Piano gefunden zu haben. Und „unter Beachtung der Brandschutzvorschriften“ hatten Bernd und Heike Oehlenberg den Theatersaal in ein gemütliches Kaffeehaus verwandelt – beste Vorraussetzungen um mottogetreu in den musikalischen Teil zu starten: „Aber bitte mit Sahne!“ Was so leicht und locker begann, wurde anschließend geheimnisvoll und verrucht. „Wo sind die richtigen Kneipen geblieben?“, fragte Wüllner und der Chor gab seine pointiert vorgetragene Antwort, forderte das Publikum zwischen den rot illuminierten Wänden zum „Kriminal-Tango“ auf.

Die „Höhner“ habe er angefragt, wandte sich anschließend auch der musikalische Leiter Martin Krömer an die Zuhörer. Keine Zeit. Half nichts. Mit „einer Rockband aus dem Computer“ startete der Chor in eine Premiere in der Kaffeekonzert-Premiere. Warum nicht? „Wenn nicht jetzt wann dann?“ ließ fast ein wenig Karnevalsfeeling aufkommen und animierte zum mitschunkeln.

 

 

 

Kaffee- und Kuchenkonzert mit dem Belecker Männerchor Pankratius

Wer glaubte dies sei der Erstauftritte genug, hatte die Rechnung ohne den Vorstand des Belecker Männerchors gemacht. Mit Karl-Heinz Stelte hatten sie ein ehemaliges aktives (und immer noch passives) Mitglied, das dem Kaffee- und Kuchenkonzert eine ganz besondere Würze gab. Besonders schön: Die „Gage“ spendet der Musiker stets dem Arnsberger Hospiz „Raphael“. Seiner Panflöte entlockte er die süßesten Klänge emotionaler Evergreens wie „Eleni“, „California Blue“ oder „El Condor pasa“. Dieser akustische Balsam für die Seele wurde perfekt durch die Beamer-Einblendungen im Hintergrund unterstützt. Peter Mahnke und Markus Berghoff hatten zu jedem Titel die passenden Einspieler zusammen geschnitten. Imposante Naturlandschaften wechselten sich mit lustigen Karikaturen oder peppigen Lightshows ab.

„Stundenlange Arbeit“ hatte auch die Vorbereitung für das Auftaktstück des Projektchors verlangt. „Es waren einfach keine Chornoten ausfindig zu machen“ – da setzte sich der Chorleiter schließlich selbst ans Klavier und sorgte mit seinen Männern für ordentlich Pep im Konzert und „Zucker im Kaffee“. Zucker macht glücklich. Nach diesem Hormonkick wurde es auf der Bühne noch flotter, als die Sänger mit ihren schönen Stimmen zirzten: „Rote Lippen soll man küssen.“ Nach der Pause gab man(n) sich aber wieder getragener und verwöhnte die Zuhörer mit den romantischen Liebesliedern „Only you“ und „The longest time“. Wehmütiges Seufzen entlockten die etwa 30 Bässe und Tenöre ihrem Publikum schließlich beim Finaltitel. „My Way“ – Ballade mit der schon Sinatra und Presley ganze Menschenmassen melancholisch hatten werden lassen.

Bevor es für die Zuhörer hinaus ins schmuddelige Herbstwetter ging, hatte sich der Chor ein weiteres Schmankerl ausgedacht. „Singen Sie mit uns!“ forderten er kurzerhand, stellte sich links und rechts vom Publikum auf und bildete so eine große Singgemeinschaft. Die Texte lieferte der Beamer, schon bald war das Eis gebrochen und alle zusammen sangen vom „Griechischen Wein“ und gingen gemeinsam „Über sieben Brücken“. „Das war ein richtig schöner Nachmittag“, so die einhellige Meinung der Gäste und Ausführenden – die mit gleichermaßen gefüllten Mägen und Herzen schließlich den Saal verließen. – iz

Text/Fotos: G. Schmitz

Aber bitte mit Sahne – BMC gibt Konzert (mit Kaffee, Kuchen und Sahnehäubchen)

Vorfreude der Belecker Männer auf das Kaffeekonzert am 28.10.2018 – Foto: Peter Mahnke (mit Selbstauslöser)

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Es ist etwas Neues für den Belecker Männerchor, wenn sich am Sonntagnachmittag, den 28.Oktober 2018 um 16.00 Uhr (Einlass 15.00 Uhr) der Vorhang in der Neuen Aula hebt.

„Ein Kaffee-Konzert haben wir in unserer fast 160-jährigen Chortradition noch nicht gehabt“, so der 1.Vorsitzender Josef Wüllner.

„Wir möchten alle Sinne des Publikums ansprechen, nicht nur das Ohr und das Auge, sondern auch den Gaumen und die Zunge“, ergänzt Chorleiter Martin Krömer.

Ein breit gefächertes Programm mit bekannten Songs aus dem Pop- und Schlagerbereich möchte der BMC dem Publikum servieren.

Neben dem mottogebenden Lied von Udo Jürgens verspricht der „Kriminal-Tango“ musikalische Spannung auf der Bühne und bei „Wenn nicht jetzt, wann dann“ wird der Männerchor erstmals zu einem Playback „die Bühne rocken“.

Während der Kaffeeduft die Nasen des Publikums umschmeichelt (da sind wir wieder beim Sinnlichen) und das eine oder andere Stück Torte bzw. Kuchen genußvoll den Gaumen hinuntergleitet, wird der Projektchor u.a. den „Zucker im Kaffee“ musikalisch beisteuern.

Natürlich wird der Belecker Männerchor, wie schon bei vorangegangenen Konzerten, von der heimischen Pianistin Ioana Ioanescu begleitet.

Einer der Höhepunkte des Konzertes wird jedoch der Auftritt eines ehemaligen Sängers des Chores sein: Karl-Heinz Stelte, den es vor über 20 Jahren nach Arnsberg zog, aber den Belecker Männerchor  nie aus den Augen verloren hat, hat sich in den letzten Jahren intensiv mit dem Spiel der Pan-Flöte auseinandergesetzt. Mit bekannten Melodien im Gepäck, die so typisch für die Pan-Flöte sind und das facettenreiche Spiel besonders zur Geltung kommen lassen, wir unser Gast Karl-Heinz Stelte das Sahnehäubchen auf dieses Konzert tupfen!!!

Wie gesagt: Ein Konzert, das alle Sinne anspricht. Das sollten sich (Chor-)Musikfreunde nicht entgehen lassen.

Karten zum Preis von 8,- Euro können bei den Sängern des Chores erworben werden.

 

Text: Martin Krömer

Mitgliederversammlung am 05.01.2018

Neuer Vorstand und verdiente Sänger – Foto: Michael Sprenger

Von links nach rechts: Andreas Hunecke, Josef Wüllner, Hermann Bertling, Eduard Schlüter, Peter Mahnke, Heinz Fleige, Dr. Matthias Becher, Markus Berghoff, Martin Krömer.

Neu in den Vorstand gewählt wurden: Dr. Matthias Becher und Hermann Bertling.

Eduard Schlüter und Heinz Fleige wechseln nach vielen Jahren Treue zum Belecker Männerchor in den sängerischen Ruhestand.

Ein musikalisches Rendezvous

Männerchor, Projektchor und „Cantamos” bewiesen ihre Liebe zur Musik

Der Belecker Männerchor, Pianistin loana lonescu, der Projektchor sowie der Gastchor „Cantamos“ sorgten für einen gelungen Musikabend in der Aula.

 

BELECKE • Begegnet einem seine erste, große Liebe wieder und endet der Abend dann mit nicht nur einem, Glas Wein, deutet viel darauf hin, dass es eine schöne Liebesgeschichte gewesen ist und — vielleicht sogar darauf — dass das Feuer noch immer glüht. Unter dem Thema „Music was my first love” hatte der Belecker Männerchor Pankratius 1860 am Samstagabend zu einem Konzert in die Neue Aula eingeladen. Am Ende gab’s nicht nur begeisterten Applaus vom Publikum, sondern es formierte sich abschließend ein 450-stimmiger Chor, der gleich eine doppelte Zugabe vom „Griechischen Wein” schunkelnd mitsang.

Nach dem begeisterten Applaus stimmte auch das Publikum ins Schlusslied ein.

„Es ist so ein schöner Anblick, der Saal ist prall gefüllt”, begrüßte Josef Wüllner als Vorsitzender die zahlreichen Musikfreunde, darunter auch den Lippstädter Gastchor „Cantamos” mit ihrer Chorleiterin Ulla Tillmann. „Wir kommen immer gerne zu euch”, erinnerte diese sich in ihren einleitenden Worten an frühere Besuche mit ihrem einstigen Chor. Aus dessen Reihen der junge Frauenchor gewachsen ist, der sich und auch das worum es an diesem Abend ging, gleich musikalisch vorstellte. „Wir singen”, so die Übersetzung des spanischen Namens der Singgemeinschaft und uno, dos, tres ging es in mit „Cantamos Americanos” gleich mit Volldampf ins themenreiche Rendezvous. Die Herren wurden von den Damen bald mit Glitzerzylinder und schwungvollem „Cabaret”-Gesang heran gewunken.
Die Gastgeber hatten sich in ihre Reihen zusätzlich weibliche Unterstützung von Pianistin Ioana Ionescu geholt und ließen zum Entrée zunächst besinnliche Töne erklingen. „Gospels und Traditionals sind immer eine sängerische Herausforderung – wir haben uns ihr gestellt”, verwies Wüllner auch auf den musikalischen Schwierigkeitsgrad des englischsprachigen ersten Blocks des Männerchors. Die „Good News” von Axel Schullz kamen in dem musikalischen Tete a tete so gut an, dass das Publikum einen donnernden Dankesbeifall gen Bühne sandte. Nach einem weiteren Moment der Besinnung wünschte (sich) der Projektchor akzentuiert und frisch „Have a nice day”, erinnerte anschließend aber auch wieder an romantische Tage: „Yesterday”. Was wäre eine Liebesgeschichte ohne Sehnsüchte? Die zum Thema hatten die folgenden Vorträge von Cantamos: „Gabriellas Song” aus dem Film „Wie im Himmel” präsentierten die Sängerinnen sogar in originaler schwedischer Sprache.
„Die Iren‘ haben’s drauf das Singen“, wusste danach der Vorsitzende, und der Projektchor bewies dies prompt mit einem Trio Liebesliedern von der grünen Insel. Erste Wow-Rufe erntete hier „The Rose of Allendale”, das vor allem durch den starken Tenor bestach. Über die „Champs Élysées” schlenderten dann alle Chöre gemeinsam in die Pause, und auch so mancher Besucher erinnerte sich – auf Anraten Tillmanns – an die eigene Zeit des ersten Verliebtseins.
Nach dem kurzen Luftschnappen war es Zeit für „Tiefgang”. Mit „Ihr von morgen” und „Ich glaube” von Udo Jürgens schlug der Männerchor ernste, nachdenkliche – aber nicht minder melodische – Töne an. Bevor die Sentimentalität – die die Erinnerung an die erste Liebe wohl immer inne hat – überhand nehmen konnte, stürmte eine wilde Affenhorde den abgedunkelten Publikumsraum. Eingestimmt durch einen fröhlichen Gruß vom schwarzen Kontinent („Jamba, Karibu kwa Afrika”) tanzten die jungen Sängerinnen von Cantamos zu Phil Collins Musicalhit „Tarzan”.

Zum Abschluss des gelungenen Konzertes galt der Dank auch Ulla Tillmann und Martin Krömer.

Ein Riesenapplaus zeigte, dass die ausgefeilte Choreografie, die fantasievollen Kostüme und die stampfende Rhythmik mit allem erdenklichen Instrumentarium – von der Gießkanne bis hin zum Suppentopf – toll ankam. Umrahmt vom sanft-melodischenl „Solang man Träume noch leben kann” der Münchner Freiheit und einem glänzenden, Bass-starken „You raise me up” intonierte der Projektchor hochkonzentriert das Titel gebende anspruchsvolle, vierstimmige Miles-Stück „Music”. Bevor der Männerchor schließlich „Vielen Dank für die Blumen” sagen konnte, gab es noch eine weitere Nuance der Liebesbekundung an die Musik – mit Power pur! Freddie Mercury-like rockten die Damen mit ihrem „Tribute to Queen” die Bühne. Der anschließende Versuch, das musikalische Rendezvous zu beenden – alle Mitwirkenden verkündeten: „The lion sleeps tonight” – scheiterte an den begeisterten „Zugabe”-Rufen aus dem Zuschauerraum. Eines glaubte man den Ausführenden nach dem etwa zweistündigen Programm ohne jeden Zweifel. Musik war für die Sängerinnen und Sänger ganz sicher eine der ersten Lieben gewesen – und sie hat noch immer Bestand, am Samstag in Leidenschaft und Emotionalität hörbar gemacht.

Fotos und Text: Gabriele Schmitz